Goetz'sche Apotheke: Die Geschichte

Vor ziemlich genau hundertsiebzig Jahren, am 30.August 1848 verlieh die Landesregierung von Hohenzollern in Sigmaringen dem Apotheker Carl Kolb aus Empfingen die Realkonzession zur Errichtung der ersten Apotheke in Ostrach. Nach dem Apotheker Carl Kolb sahen die ersten 75 Jahre als Besitzer der Apotheke: Oskar Dittmar, Max Hayn, August Finkh, Eugen Jordan und Josef Damen. Vor fast 100 Jahren übernahm Apotheker Franz Sales Goetz die nunmehr "Goetz´sche Apotheke". 1962 folgte ihm Manfred Goetz und 1993 Claudius Goetz.

Die Eröffnung der ersten Apotheke war für Ostrach mindestens so bedeutungsvoll wie die Erteilung des Marktrechtes. Sie bedeutete einen echten Zentralitätsgewinn und man beurteilte zu der damaligen Zeit eine Gemeinde auch nach dem Vorhandensein einer Apotheke.

 

Ursprünglich bestanden im Kreis Sigmaringen nur die drei Klosterapotheken in Wald, Habsthal und Inzigkofen, die aber nicht berechtigt waren, Arzneien an die Bevölkerung abzugeben, sondern lediglich für die Klosterinsaßen da waren. Der Arzneibedarf der Bevölkerung wurde durch die Hausapotheke der Wundärzte gedeckt. Außerdem hatte der Physikus in Trochtelfingen und später auch der Physikus in Wald das Recht, eine eigene Hausapotheke zu halten. Noch 1810 bestand als einzige im ganzen Kreis Sigmaringen die Hofapotheke in Sigmaringen.

 

Die Apotheken in Wald und Ostrach waren bald nach der Gründung die "südlichsten Apotheken Preußens", denn als die Fürstentümer Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern-Hechingen 1850/52 an das Königreich Preußen abgetreten wurden, galt auch für Ostrach und Wald die sogenannte "Preussische Apothekenbetriebsordnung", die sich in manchen Dingen von der württembergischen Betriebsordnung unterschied.

 

Ein Kuriosum aus dieser Zeit ist heute noch in den Räumen der Apotheke zu sehen: Das hölzerne etwa 25 cm hohe und 20 cm breite Morphium-Schränkchen.

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